Der Sautanz wird zum Foodblog: Krautfleckerl

In unserer Foodblogsparte, in der wir alte, burgenländische Gerichte nachkochen, sind wir nun endlich nach der Krautsuppe wieder beim Kraut gelandet. Herzhaft, vegetarisch und perfekt winterlich ist das diesmalige Gericht: die Krautfleckerl.

von Elias Hoffmann

Wer auf Gott vertraut, der braucht ka Kraut!“, hat mein Opa immer gesagt. Sollte er Recht behalten? Nein finden wir. Denn das Kraut, egal in welcher Form ist als Wintergemüse essentieller Bestandteil der burgenländsichen Küche. Nun sind wir endlich bei dem Krautklassiker schlechthin gelandet: den Krautfleckerln.

Ich habe ja oft großspurig angekündigt, dass das nun vorgestellte Rezept nun endlich die rekordeinfachste Speise ist, welche jemals in unserem Foodblog vorgestellt wird. Jetzt dürfte es aber wirklich so weit sein, denn die Krautfleckerl kommen mit wenigsten – im Prinzip zwei – Zutaten aus:

Zutatenliste für ca. 4 Portionen:

  • 1 halbes Weißkraut
  • ca. 250 g Fleckerl
  • 1 Zwiebel
  • Kümmel
  • ein Spritzer Essig
  • evtl. 1-2 EL Sauerrahm
  • Salz und Pfeffer

Nachdem das Kraut vom Strunk befreit wurde, schneidet man es in ungefähr fleckerlgrößenangepasste Teile. Nun geht es schon ans Eingemachte: in Öl wird die kleingeschnittene Zwiebel goldbraun angeröstet. Danach kann das Kraut zugefügt werden. Die Herdplatte sollte auf mittlere Stufe eingestellt sein, damit nichts anbrennen kann. Den Kümmel kann man schon zugeben und auch schon einen Spritzer Essig.

Nicht zu dunkel und nicht zu hell. So soll das Kraut im Dünstvorgang aussehen.

Nun lässt man alles schön langsam weichdünsten, eventuell gießt man mit einem Schluck Wasser auf, damit auch wirklich nichts anbrennt. Die Fleckerl sollten parallel dazu in Salzwasser al dente gekocht werden. Danach werden sie zum Kraut gegeben.  Aber Achtung, es kann anbrennen… Nachdem man mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt hat, geht’s ans Anrichten. Wer cremige Krautfleckerl mag, rührt noch den Sauerrahm unter. Allerdings scheiden sich bei der Sauerrahmfrage in puncto Krautfleckerl die Geister: die einen lieben ihn und können gar nicht mehr ohne, für die Krautfleckerlpuristen ist die Hinzugabe einer weiteren Zutat schlichtweg ein Sakrileg.

Einfach, klassich und supergschmackig. Am Besten schmeckt dazu ein Glas Milch.

 

Habt ihr das Rezept ejpa auch schon nachgekocht oder vielleicht regionaltypische Abwandlungen davon parat? Teilt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren mit!

 

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