Der Sautanz wird zum Foodblog: Falsches Wild

Der Herbst zieht ins Land und es wird kühler. Doch in unseren Herzen ist es wohlig warm. Vor allem mit dem Falschen Wild, das ein Klasssiker aus meiner Kindheit ist.

von Elias Hoffmann

Nierndln, Herzerl, oder doch ein Reh. Dieses nun vorgestellte Gericht gab es in der Grundform ziemlich oft in meiner Kindheit, hier stellen wir die Variante mit Rind vor. Da ich kein Fan von Innereien bin, hat es mich damals schon verwundert, wie die Soße dazu so dermaßen himmlisch schmecken kann: im Grunde ist die Fleischumhüllende, also die Soße, der eigentliche Protagonist unseres Gerichtes. Aber schon klar, mit einem guten Fleisch dazu entsteht eine regelrechte Geschmacksexplosion am Gaumen.

Zutatenliste (diesmal für eine große Esserschaft):

  • 1 Sellerieknolle
  • ca. 2 kg Fleisch (Gulaschfleisch, Wild, Innereien, etc)
  • 1 kg Karotten
  • ca. 1 kg Zwiebel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5-6 Wacholderbeeren
  • Sauerrahm
  • Mehl
  • ein Schuss Obers
  • Salz

Zu Beginn schneidet man das Fleisch in mundgerechte Würferl (ca 2 cm). Was in einer Pfanne Platz hat, brät man goldbraun an und gibt es in einen großen Topf oder Bräter. Ich habe nach dem Fleisch immer wieder das würfelig geschnittene Gemüse angebraten und mit etwas Wasser abgelöscht, damit die Fleischbratenrückstände sich lösen und zum himmlischen Endprodukt beitragen können. 

Hier bratet das traumhaft durchzogene Fleisch vor sich hin.

Nach dem Fleisch kommt das in Würfeln geschnittene Wurzelgemüse in die Pfanne und darf Farbe nehmen.

Wenn alle Haupzutaten angebraten sind und ihren Platz im großen Topf gefunden haben, gießt man mit Wasser auf, sodass alles rundum bedeckt ist.

Wacholder und Lorbeer tragen zum unverwechselbaren Geschmack dieses Gerichtes bei.

Nun kommt alles in den Topf.

Zugedeckt und gesalzen lässt man den Topfinhalt nun gute 1-2 Stunden gemütlich vor sich hinkochen, jedenfalls so lange, bis das Fleisch schön weich ist. Danach fischt man die Fleischstücke aus dem Topf und mixt den Rest bis eine cremige Soße entsteht. Aus 2-3 EL Mehl und ca. 1/8 l Sauerrahm mit etwas kaltem Wasser vermischt entsteht der cremige Unterbau unserer Wildsoße, der eigentlich 90 % unserer bisherigen Bloggerichte verfeinert.

Die Soße ist püriert und wartet auf das Sauerrahm-Mehl-Gemisch.

Danach gibt man das Fleisch in die Soße und lässt es noch schön durchziehen. Aber Achtung! Nun kann die Soße anbrennen.

Verfeinert wird mit Reis und Preiselbeeren.

 

Habt ihr das Rezept ejpa auch schon nachgekocht oder vielleicht regionaltypische Abwandlungen davon parat? Teilt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren mit!

 

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