Wir foodbloggen wieder. Diesmal mit einer Premiere. Wir trauen uns den Strudel nun endlich zu. Diesmal in der Ausführung: Bohnenstrudel.

von Elias Hoffmann
Fastenzeit ist Strudelzeit. Was passt besser in die Fastenzeit als die klassischen, vegetarischen, typisch burgenländischen Alltagsgerichte nachzukochen? Nun haben wir endlich – nach jahrelanger Foodbloggertätigkeit – die Schwelle zum Strudelteig überschritten. Die Angst war groß. Wird er gelingen? Nur die Oma hat ihn noch selbst gemacht. Die Elterngeneration dann gekauft, weils ja viel einfacher ist. Und die Enkelgeneration probierts nun wieder: den Strudelteig.
In diesem Beitrag haben wir ihn – klassisch burgenländisch – als Bohnenstrudel ausgeführt. Ein geschmacklicher Hammer und mit der globalisierten Alle-Welt-Küche von heute absolut nicht vergleichbar.
Zutatenliste gezogener Strudelteig:
- 250 g Mehl
- 2 EL Öl
- ein halbes Ei (das restliche Ei verwendet man zum Bestreichen des Strudels)
- ca. ein Achtel Liter warmes Wasser
- Salz
Zutatenliste Bohnenstrudel:
- 1 kg Bohnen (in unserem Fall waren es einfach weiße Bohnen)
- 1 Becher Sauerrahm
- Salz und Pfeffer
Am Vortag weicht man die Bohnen ein. Am nächsten Tag werden sie weichgekocht, wie schon hier beschrieben. Die ausgekühlten, abgeseihten Bohnen werden dann mit dem Sauerrahm vermischt, gesalten und mit einer Gabel etwas zerstampft. Wer dem ganzen einen nicht-vegetarischen Touch verleihen möchte, kann hier noch kleingeschnittene Grammeln oder Speckwürfeln beimegen.

Die Strudelfülle wird vorbereitet.
Nun zum Strudelteig: Man vermischt alle Strudelteigzutaten und knetet sie zu einem glatten, glänzenden Teig. Aus der Gesamtmenge werden nun drei Teigkugeln geformt, die man mit Öl einpinselt und an einem warmen Ort ein bisschen (ca. eine Stunde) rasten lässt.
Danach wirds ernst: man schnappt sich eine Teigkugel, rollt sie auf einem Strudeltuch ein bisschen aus und fängt dann zum Ausziehen an. „Des zaht si wia a Strudltoag.“, lautet eine bekannte burgenländische Redewendung. Und so solls auch sein: man zieht den Teig so lange ohne dass er bricht, bis man durchschauen kann.

Das Strudeltuch wird vorbereitet und leicht bemehlt (am Besten nimmt man ein sauberes Tisch-, oder Leintuch).

Der ausgezogene Strudelteig wartet auf seine Fülle… (hier mit etwas flüssiger Butter bestrichen)
Sobald der Strudelteig hauchdünn ausgezogen ist, streicht man vorsichtig die Fülle darauf und rollt alles zu einer superen Strudelrolle, die man in eine befettete Rein oder ein Blech gibt.

In der Rein haben drei Bohnenstrudeln Platz…
Nach ca. 40-45 min Backzeit bei 200° kommt ein superköslicher fertiger Bohnenstrudel heraus, der am Besten mit einem tupfen Sauerrahm und einem Glas mich genossen wird.

Ein vergessener Traum: der Bohenstrudel.
Habt ihr das Rezept ejpa auch schon nachgekocht oder vielleicht regionaltypische Abwandlungen davon parat? Teilt uns eure Erfahrungen in den Kommentaren mit!
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